Kontokündigung

Von Thomas Bez
14.04.2018 06:35 UTC neu
im Weblog Tedesca

Das Institut für Staatspolitik, ihm angeschlossen die Zeitschrift Sezession, unsere Lieblingspublikation der Neuen Rechten, meldet, daß ihm von der Postbank das Konto gekündigt wurde. Eine üblich gewordene Repressionsmaßnahme gegen Andersdenkende in unserem freiheitlichen System. Ob natürliche oder juristische Person – die Existenz steht auf dem Spiel, wenn man kein Konto mehr führen kann. Stellen Sie sich mal vor, man entzieht Ihnen das Bankkonto, weil Sie unliebsame Dinge äußern. Miete zahlen wird schwierig, das Gehalt können Sie im Köfferchen abholen (wenn Sie noch lange Gehalt kriegen), Schluß mit Paypal und Amazon, die Kreditkarte haben Sie auch nicht mehr lange. Dann gehts ans Eingemachte und danach wird Hartz Vier bar abgeholt.

Es muß (meist) nicht um das nackte Leben fürchten, wer andere Meinungen vertritt als der Mainstream. Aber fast alles sonst kann uns passieren. Die Drohung hängt über uns, daß wir Arbeit oder Aufträge verlieren, daß wir verleumdet und denunziert werden, daß wir in den sogenannten sozialen Netzwerken gesperrt werden, daß uns Bankkonten oder Versicherungen gekündigt werden und wir keinen Zugang zu Ersatz erhalten. Das alles selbstverständlich im Rahmen des geltenden Rechts, der Vertrags- und Meinungsfreiheit. Wir dürfen sagen, was wir wollen (nun, das meiste, na, jedenfalls einiges) und das Syndikat unserer Gegner darf uns dafür vernichten.

Die Drohung hängt auch über uns, daß wir mit falschen oder wahren Anschuldigungen erpreßt werden, daß uns der Zugang zu Haus und Hof blockiert wird, daß uns Auto oder Haus angezündet werden. Das ist zwar nicht ganz im Rahmen des geltenden Rechts, aber wie sollten die Organe dem Recht Geltung verschaffen, wenn sie keines Täters habhaft werden?

Wer etwas zu verlieren hat (Menschen oder Dinge, die ihm lieb sind, eine bürgerliche Existenz), läßt dies besser im Verborgenen blühen und verhält sich still. Das war unter Honecker und Ulbricht so, unter Stalin, unter dem Unaussprechlichen...

Wir nennen es Terror.

Wir werden unseren Banken schreiben, daß sie in unserer Achtung stiegen, sollten sie dem IfS ein Konto eröffnen. Wir möchten unseren Freunden anheimstellen, bei ihren Banken das gleiche zu tun. Nicht daß wir glaubten, dies könne viel bewirken. Welche Bank will schon das Syndikat verärgern. Aber vielleicht doch. Es kostet nur fünf Minuten für einen Brief und etwas Porto, und sogar wer noch im Berufsleben steht, kann sich so viel Unterstützung für einen konservativen Thinktank erlauben.