Deutschland ab vom Wege

Von Thomas Bez am 18.05.2018 im Weblog Tedesca <http://www.tedesca.net>

Wir lesen gerade "Deutschland ab vom Wege" von Henning Sußebach, der mit 44 Jahren feststellt, daß es eine Welt außerhalb Hamburgs gibt und loszieht, sie zu erkunden. Sußebach ist ein netter Mensch, Wir sagen das ohne jegliche Ironie. Wir nehmen ihm alles ab, seine Naivität, seine Ehrlichkeit, seinen Willen zur Wahrheit und zum guten Tun. Nichts liegt ihm ferner als Faschismus <http://www.tedesca.net/Dogville-revisited>, auch jegliches Verständnis dafür. Und dieses Unverständnis zu empfinden hat er reichlich Gelegenheit bei seinen Wegen über das Land. Aber wahrheitsverpflichtet, wie er ist, erkennt er, daß in den Tiefen der Provinz andere Gesetze wirken als in der Stadt. Daß das, was in der Stadt gehebelt wird, unvorhergesehene Verheerungen bei den Aliens da draußen hervorrufen kann.


Wahl USA 2016: Bundesstaaten (Quelle: Fox News)

Wahl USA 2016: Landkreise (Quelle: Fox News)

Wir illustrieren das mit der Auswertung der Ergebnisse der Wahl 2016 in Amerika, die nichts mit Sußebach zu tun hat. So wird jedenfalls der Deutsche meinen, der hier in urbanen Siedlungsgebieten lebt, die mit den blauen auf der Karte korrespondieren. Jenen, die draußen in Flyover-Country leben, kann das Wissen, inmitten eines Hortes des Konservativen zu sein, hingegen Beruhigung, das Gefühl der Sicherheit, Frieden bescheren.


Urbanität in Deutschland 2016
(Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
verfremdet)

Kommen wir zurück auf Deutschland und schauen wir, wo bei uns Flyover-Country ist, wo es sich leben läßt. Wir überlassen dem Leser zu spekulieren, welches Kriterium für die Messung der Urbanität wir hier gewählt haben.