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Wichtige Artikel

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Das Corona-Narrativ und der Weg in die Digitale Revolution. In »The Great Reset« erläutert das Kapital seine Pläne für einen Westen ohne Freiheit und Demokratie
<http://www.tedesca.net/The-Great-Reset>

2. November 2020

Die neofeudale Klasse. Ein politisch-soziologischer Essay <http://www.tedesca.net/Neofeudale-Klasse>
12. März 2020

Selbstverteidigung in der digitalen Welt <http://www.tedesca.net/Digitale-Selbstverteidigung>
11. Februar 2020

Dreimal 30 Jahre. Eine Zwischenbilanz <http://www.tedesca.net/Dreimal-30-Jahre>
12. April 2019

Und wieder zeigt Köln, wohin die Reise geht <http://www.tedesca.net/Integration-vs-Assimilation>
30. September 2018

Der Faschismus, noch immer in seiner Epoche. Dogville, wieder gesehen nach 15 Jahren <http://www.tedesca.net/Dogville-revisited>
29. März 2018

Die verweigerte Rezeption eines ruhestörenden Films. Darren Aronofskys "Mother!" über die Zerstörung unserer kulturellen Identität <http://www.tedesca.net/Aronofsky-Mother>
14. Januar 2018

"Als dann die Mauer fiel und ich zum Demokratischen Aufbruch ging..." – Merkels Mut <http://www.tedesca.net/Merkels-Mut>
11. September 2017

Wider eine Spaltung der AFD <http://www.tedesca.net/Spaltung-der-AFD>
22. Februar 2017

Gedenkrituale, Machtergreifungsphantasien, Revision <http://www.tedesca.net/Denkmal-der-Schande>
21. Januar 2017

Neubeginn in Mecklenburg <http://www.tedesca.net/Neubeginn-in-Mecklenburg>
29. August 2016

Freiheit und Verantwortung <http://www.tedesca.net/Freiheit-und-Verantwortung>
4. Oktober 2014

Photographie <http://www.tedesca.net/photographie>
12. April 2004

Der Klang der Wüste <http://www.tedesca.net/Klang-der-Wueste>
12. Mai 2001

Im Land der Twin Peaks <http://www.tedesca.net/Land-der-Twin-Peaks>
9. Dezember 1995

 



Das Corona-Narrativ und der Weg in die Digitale Revolution

Von Thomas Bez am 02.11.2020 mit einem Kommentar

In »The Great Reset« erläutert das Kapital seine Pläne für einen Westen ohne Freiheit und Demokratie


WEF Global Shaper Hubs 2020 (Quelle: WEF)

Das Buch "The Great Reset", das ein offizielles Dokument des World Economic Forum (WEF) ist, entwirft die Realdystopie der kommenden Jahrzehnte. Die transformativen Umwälzungen durch die Digitalisierung im Rahmen der vierten industriellen Revolution werden mit einem Krieg verglichen, der tatsächlich ein Krieg gegen die eigenen Völker ist. Der zeitliche Ablauf der Ereignisse im ersten Halbjahr 2020 und die Öffentlichkeitsarbeit des WEF schaffen Evidenz für die Vermutung, daß der Great Reset ursprünglich als eine Reaktion auf den Klimawandel vermarktet werden sollte und das WEF sich im Zeitraum März bis Mai 2020 entschied, auf das Covid-19-Narrativ umzusatteln.

Wir verdeutlichen in diesem Essay den polit-ökonomischen Treiber für die vierte industrielle Revolution, den Grund für den bevorstehenden historischen Übergang zum Staatskapitalismus nach chinesischem Vorbild im Westen und die zu erwartenden Auswirkungen auf die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben im Westen innerhalb der nächsten etwa 20 Jahre. Dieser Essay soll als Warnung dienen vor einer Verschwörung, die sich in aller Öffentlichkeit vollzieht, über die WEF und nationale Politik in frappierender Deutlichkeit sprechen, gegen die sich aber aufgrund forcierter Furcht vor einer endemischen Coronaviruserkrankung kaum Widerstand formiert. Wir empfehlen dringend, das Buch des WEF zu lesen und Schlußfolgerungen für den eigenen Widerstand daraus zu ziehen.

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Die neofeudale Klasse

Von Thomas Bez am 12.03.2020

Ein politisch-soziologischer Essay


Wassily Kandinsky, Rotes Oval, 1920
Quelle: Wikimedia Commons, Public Domain

So viel Verblendung war nie, haben wir hier kürzlich festgestellt <http://www.tedesca.net/Dreimal-30-Jahre>. Das konnten wir nicht so stehen lassen. Während wir in diesem letzten Essay, entstanden vor einem Jahr, unseren eigenen Lebenslauf politisch reflektiert und uns dabei mit unserer Unzufriedenheit mit den oberflächlichen Erscheinungen der gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes herumgeschlagen haben, wollen wir uns diesmal ein Stück zum Wesenskern dieser Entwicklung vorarbeiten.

1. Ausgehend von Helmut Schelskys Buch "Die Arbeit tun die anderen. Klassenkampf und Priesterherrschaft der Intellektuellen" von 1975 wollen wir den Weg einer kapitalismuskritischen, proto-sozialistischen Bewegung verfolgen, die zu jener Zeit in Westeuropa ihren Anfang genommen hatte.

2. Wir werden darlegen, daß soziologische Kategorien nicht ausreichen, um das Wirken dieser Bewegung über einen längeren Verlauf zu verstehen, insbesondere in die heutige Zeit hinein. Stattdessen werden wir zeigen, daß sich diese Bewegung als eigenständige ökonomische Klasse im marxschen Sinne formiert hat.

3. Wir werden die Traditionslinien insbesondere im 20sten Jahrhundert aufzeigen, auf die sich diese Klasse stützt und nach denen sie zu messen ist.

4. Wir werden ihre Existenzvoraussetzungen und ihr Verhältnis zur bestehenden Wirtschaftsordnung untersuchen, den Entwicklungsstand ihrer Herrschaft, und wir werden ihre Herrschaftsmittel diskutieren, wie sie sich bis heute in den westeuropäischen Staaten herausgebildet haben.

5. Und schließlich werden wir Faktoren und Entwicklungen benennen, die einen Gegenpol zur Herrschaft dieser Klasse bilden und möglicherweise zu ihrem Scheitern an der Realität führen werden.

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Wieviel Haß steckt in der freien Presse?

Von Thomas Bez am 28.02.2020


Screenshot, Quelle: FAZ/Youtube

Diesen Aufmacher zu einem Videobeitrag sahen wir gestern groß und fett auf FAZ.NET. Es gibt dieses Video weiterhin auf Youtube <https://www.youtube.com/watch?v=laKw1iofBmk>.

»Trägt die AfD eine Mitschuld an den Toten von Hanau? Wie viel Hass steckt wirklich in der Partei? Finden Sie es heraus in der neuen Ausgabe der F.A.Z. Woche.«

Wir haben nicht das Bedürfnis, uns noch von der FAZ helfen zu lassen, mehr herauszufinden. Unser Ekel angesichts dieses Bildes war groß genug. Juristisch unverfänglich: Mitschuld der AFD – Fragezeichen. Doch darüber dieses widerwärtige, infame, hetzerische Bild. HASS – schwarz-weiß-rot, mit SS-Runen. Drunter gehts ja auch garnicht mehr. Die Faust trieft, und wären die Tropfen nicht schwarz, meinten wir, es wär Blut. Worüber sagt dieses Bild etwas aus? Über die AFD nichts, aber viel über die Zeitung.

Zwölf Jahre lang waren wir Abonnent der FAZ, hatten sie einmal die beste Zeitung der Welt genannt, bis es in den bleiernen Jahren abwärts ging mit ihr und sie nach Schirrmachers Tod schnell unerträglich wurde. Schließlich machte ein Artikel eines ihrer Obersudler im April 2016 für uns das Maß voll und war Anlaß, unser Abonnement zu kündigten. (Wir stellen seinen Namen hier nicht neben den Schirrmachers.) Die FAZ wird unseren Weggang verschmerzen. Demnächst bekommt sie ja Stütze aus den Rundfunkbeiträgen. Solange die Zwangsabgaben fließen, kann man unbeschwert sudeln.

Wir haben noch weiter die FAZ im Netz kostenlos genutzt, um die Nachrichten des Tages mitzubekommen. Aber das ist wohl nicht mehr die FAZ, das sieht aus wie Der Stürmer. Uns graut bei der Vorstellung, was die geballte Medienmacht, von den offiziellen Staatsmedien über die vom SPD-Redaktionsnetzwerk gefütterten Käseblätter bis zur schon fast vollständig gleichgeschalteten Privatpresse, in den Köpfen des schlichten, verführbaren Volkes anstellt. Womöglich ähnliches wie einst der Stürmer. Juristisch hoffentlich ebenfalls unverfänglich: Schreiben bei der FAZ Haßredner? Fragezeichen.

Was bedeutet es, daß bei Youtube 400 Daumen nach oben zeigen und 2,2 Kilodaumen nach unten? (Wenn Sie auf das Bild klicken, sehen Sie auch die kleine Schrift.) Heißt das, 15% schließen sich der Behauptung des Videos und dem, was vermutlich in der FAZ Woche steht, an, aber 85% finden das, was sie da sehen, ebenso widerwärtig wie wir? Das gibt Hoffnung, dann sollten sich aber mehr als 2600 Leute zu diesem Unrat eine Meinung bilden. Ein Grund, dies hier zu schreiben.

Wir halten selbstverständlich zur einzigen verbliebenen Opposition, so lange sie nicht verboten wird. Wir hassen nicht, wir sind verzweifelt und lesen wieder Westpresse: die NZZ, das letzte verbliebene größere seriöse Blatt für Deutschland.


*     *     *

Das erinnert uns an unsere Jugendzeit in diesem längst untergegangenen kleinen Land im Osten. Wir waren dreizehn, vierzehn, das war also Mitte der 1970er Jahre. Die Nachbarwohnung war für niedere Chargen im diplomatischen Dienst vorgesehen. Zur genannten Zeit wohnte dort ein Angestellter der griechischen Botschaft, der DIE WELT bezog. In der Frühe kam immer ein unauffälliges Fahrzeug, das Westpresse an die Privilegierten auslieferte. Wir hatten die Fingerfertigkeit entwickelt, die Zeitung unbeschädigt durch den Briefkastenschlitz herauszupopeln; später optimierten wir den Prozeß und feilten einen Nachschlüssel zum Briefkasten. Unseren Eltern konnten wir mit unserer kriminellen Energie große Freude bereiten, und an den schulfreien Tagen hatten wir auch selbst den Genuß, uns bei Springer aus erster Hand über die Wahrheit zu informieren. Oder was damals für Springer die Wahrheit war. Am späteren Vormittag wurde das Blatt sauber wieder zusammengesetzt, gefaltet und fast noch jungfräulich in den Kasten zurückexpediert. Der Grieche war nett, tolerant und hat sich nie beschwert.

Abgesehen davon, daß wir die NZZ heute leichter bekommen können, ist vieles wieder wie damals. Wir fürchten nur eben, es schalten nicht mehr genügend Leute ab. Seinerzeit wurde der oberste Hetzer "Karl-Eduard von Schni" genannt, dann hätten alle abgeschaltet. Aber hiergegen ist Herr von Schni ein Waisenknabe. Werden wir irgendwann einmal in unseren späteren Jahren doch noch in einem anständigen Land leben?

 


Selbstverteidigung in der digitalen Welt

Von Thomas Bez am 11.02.2020


Robert Delaunay, Rythme no 1, 1938
Quelle: Wikimedia Commons, Public Domain

Die Digitalisierung hat uns in den letzten zwanzig Jahren die Chance gegeben, vom Zielobjekt fremdgesteuerter Kommunikation und Publikation durch einige Wenige zum Subjekt unabhängiger Meinungsäußerung und Veröffentlichung zu werden. Andererseits überrollt uns die Digitalisierung. Sie droht uns in weiten Lebensbereichen vom Subjekt zum Objekt fremder Verfügbarkeit zu machen, uns damit von der Freiheit spätindustrieller Zeiten sozial in die Vormoderne zurückzukatapultieren. Das ist einer ihrer dialektischen Aspekte. Ein anderer ist, daß sie uns hinsichtlich Wissen und Anwesenheit in Windeseile von A nach B zu bringen vermag, unser aller Leben in den letzten zwanzig Jahren dadurch aber nicht gerade besser geworden ist. So vieles dank ihrer so billig geworden ist und dennoch das Leben nie so teuer war wie heute. Daß vieles dank ihrer so einfach geworden ist, aber wir sind ihr weder technisch noch seelisch gewachsen.

Und schließlich, was uns zur Zeit besonders beschäftigt: Der Raum für freie Rede wird wieder enger, nicht gegen Digitalisierung als Werkzeug der Befreiung, sondern durch Digitalisierung als Werkzeug der Beherrschung. Wer die Ausbreitung von Facebook, Twitter und all diese Plattformen und sozialen Medien als Demokratisierung, als Weg zu mehr Teilhabe an der öffentlichen Kommunikation empfunden hat, muß jetzt feststellen, daß die Schraube zurückgedreht wird. Wir wollen Ihnen Denkanstöße geben, wie Sie von Ihrer Freiheit in der digitalen Welt, besonders natürlich im Internet, noch ein wenig bewahren können. Das mag einen Zeitraum der nächsten fünf Jahre umfassen, die längerfrisigen technischen Entwicklungen sind kaum abzusehen, genausowenig die dann verbliebenen politischen und gesellschaftlichen Freiheitsgrade.

Wir werden hier erläutern:

1. wie wir als Person oder unabhängige Organisation in Alternative zu den fremdbestimmten Plattformen unsere Außen- und Innenkommunikation (wieder) in die eigenen Hände bekommen,

( Der Internetauftritt – Datensicherung – E-Mails – Messaging – Verschlüsselung )

2. wie wir unsere Daten und Kommunikationsmittel vor dem Zugriff der mehr oder weniger freien Wirtschaft und des Staates, vor unseren Feinden oder wer auch immer etwas von uns haben will schützen kann,

( Bewegen im Internet – Betriebssysteme – Mobiltelephone – Dienste aus der Cloud – Smart Home – Das Intranet absichern – Paßworte )

3. wie wir unsere Einstellung zur technischen Postmoderne gestalten müssen, um nicht den informationstechnischen Umwälzungen der nächsten Jahre unvorbereitet und schutzlos ausgeliefert zu sein.

( Biometrie – Auto und Verkehr – Intelligente Netze – Der digitale Fußabdruck – Das Internet der Dinge – Künstliche Intelligenz – Dystopien und die eigene Lebensfrist )

Es darf sich einer nur für frei erklären, so fühlt er sich den Augenblick als bedingt. Wagt er es sich für bedingt zu erklären, so fühlt er sich frei.

(Goethe, Maximen und Reflexionen, 44)

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Dreimal 30 Jahre

Von Thomas Bez am 12.04.2019

Eine Zwischenbilanz


Hieronymus Bosch, Der Garten der Lüste, Ausschnitt
Quelle: Wikimedia Commons, Public Domain

Die Zahl 30 ist ein Mythos. 30 Jahre nennt man ein Menschenalter, die Frist ist lang genug, um für sich genommen ein ganzes Leben zu sein. Das Leben währet aber siebzig Jahre und wenn es hochkommt, sind es inzwischen sogar neunzig Jahre. Wer auf sich achtet, kann den Turnus bis zu dreimal in seinem Leben durchlaufen, und wer im Geiste jung geblieben ist, kann aus jedem 30sten Jahr einen Paradigmenwechsel machen. Die 30 ist eine Zahl wahrhaft nach menschlichem Maß.

Das erste 30-jährige Trimester unseres Lebens lebten wir rechts von einer Mauer in einem kleinen, albernen, ernsthaften Land und bereiteten uns auf das vor, was wir von der Welt erwarten konnten. Das kam in jenem zweiten Drittel unseres Lebens, das uns ordentlich in der Welt herumführte. So lange, bis wir nach weiteren knapp 30 Jahren die nötigen Mittel uns erarbeitet hatten, aus unserem Überdruß an der erschlafften globalisierten Welt die Konsequenz zogen, allen Gewerbefleiß von uns warfen und uns ins Privatleben zurückzogen </weblog/1472492694:0.html>.

Kürzlich fand die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz statt, und diesmal war die Stimmung anders als in all den Jahren zuvor. Diesmal störte nicht nur der russiche Außenseiter mit einer Ansage. Zu unserer Überraschung hörten wir bittere Worte des Veranstalters, daß auf der internationalen Bühne nicht mehr wie gewohnt miteinander gesprochen wird. Sozusagen das vormals übliche Protokoll der Feindseligkeit durch eine unprotokollarische Feindseligkeit abgelöst wurde. Die globale Sicherheit sei heute so gefährdet wie seit 30 Jahren nicht mehr. Was wir schon länger wissen konnten, haben wir nun sozusagen amtlich: Die Welt ist aus den Fugen.

Wir haben das Jahr 2019, und Mitte des Jahres wird wieder das große Plappern und Schulterklopfen derer anheben, die von der Nachverwertung der Revolution vor 30 Jahren leben, an der sie keinen Anteil hatten. Und da wir schon wieder den einen oder anderen Afterwissenschaftler hören, der sich ein Zubrot mit einem Referat über die Mauer in den Köpfen verdient, wollen wir ein wenig über eine neue reale Mauer spekulieren, deren Errichtung noch vor Frist der nächsten 30 Jahre Europa erneut teilen sollte. Es gibt nichts zu feiern und wir werden hier erläutern, warum.

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Mission bald erfüllt

Von Thomas Bez am 23.11.2018


By Noborder Network - Flickr: rescue operation (off the canaries), CC BY 2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14476

Glaubt jemand, unsere Machthaberin wäre noch davon abzuhalten, den Vertrag zu unterschreiben, der bald alle Schleusen für mißliebige Einwanderer öffnen wird? Dahinter stehen Interessen der wirtschaftlichen und politischen Globalisierung, denen nicht mit Petitionen beizukommen ist. Ihre Mission wird in wenigen Tagen erfüllt sein. Es ist wie das letzte Türenschlagen ihres Abtritts. Ein Türenschlagen, das man auch in hundert Jahren noch hören wird.

Ihr ist mit etlichen, nur scheinbar einsamen Entscheidungen die dritte Zerstörung unseres Landes binnen eines runden Jahrhunderts gelungen. Diese ist noch nicht so augenfällig wie die beiden zuvor, dafür aber nachhaltiger. Was den Schaden betrifft, den sie Deutschland und Europa zugefügt hat, steht sie nur hinter einem Kanzler vor ihr zurück.

Das System, dem sie, selbst Fremdling, der sie ist, sich andiente, dem sie diente und das sie weitergewoben hat, bleibt uns erhalten. Die nächste Generation der Vollstrecker wird gerade in ihren Plätzen eingewiesen. Für ein Trump-Ereignis geht es dem Volk noch viel zu gut, und bis es einmal so weit sein könnte, wird es zu einem entscheidenden Teil ersetzt sein.

Biographen pflegen sich viele Dekaden lang an Spekulationen abzuarbeiten, was den einen oder anderen Potentaten möglich gemacht hat, was ihn persönlich angetrieben haben mag und in seinem zerstörerischen Tun so erfolgreich machte und wie es sein konnte, daß sich ihm so viele ergaben. Man darf gespannt sein, welche Kontinuitäten sie noch aufdecken mögen.

 


Und wieder zeigt Köln, wohin die Reise geht

Von Thomas Bez am 30.09.2018

FAZ.NET am 29.9.2018: Erdogan in Köln <http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-die-ditib-moschee-koeln-spaltet-15813302.html>

Der türkische Präsident weiht am Nachmittag die Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld ein. Am Mittag füllt sich die Stadt mit seinen jubelnden Anhängern.


"Erdogan gesturing Rabia" - This work has been released
into the public domain by its author, R4BIA.com
https://commons.wikimedia.org/
wiki/File:Erdogan_gesturing_Rabia.jpg

Integration versus Assimilation

Ein Meer roter Fahnen und weißer und blauer Kopftücher sehen wir in der FAZ <http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-die-ditib-moschee-koeln-spaltet-15813302.html>.

Was da gerade auf unserem Boden dem islamischen Diktator zujubelt, sind die fein integrierten Nachkommen und Sippenmitglieder jener Fachkräfte, die wir uns seit den 1960er Jahren, also vor nunmehr 50 Jahren, ins Land geholt haben. Vermutlich die meisten von ihnen können beanspruchen, Deutsche genannt zu werden. Für den fremden Diktator sind seine Landsleute in der Diaspora nichts anderes als Saat, die aufgehen, sich mehren und sein und seines Gottes Imperium vergrößern möge. Die Bilder und die Zahlen der Teilnehmer von Kundgebung und Gegenkundgebung legen nahe, daß diese seine Landsleute nichts anderes beabsichtigen als ihm damit zu dienen. Jetzt sind sie halt da.

Wobei wir keinen Anlaß haben, uns über den ausländischen Diktator zu mokieren. Er tut genau das, was seine Aufgabe ist: seiner Nation und seiner Staatsreligion dienen (wie wir das von unseren Machthabern auch gelegentlich erwarten würden). Die, die ihn bejubeln nach Jahrzehnten und Generationen in diesem Land, sind mutmaßlich in der Mehrheit unter ihren Landsleuten und beweisen, daß Integration das Gegenteil von Assimilation ist. Integration ist die Unterwerfung der aufnehmenden Zivilisation unter die Interessen und Ansprüche der eindringenden Kulturen, Rassen und Ethnien, in heutigem Sprachgebrauch das Willkommen der schon länger hier Lebenden für Geflüchtete, mit denen sie schon heute die Regeln des Zusammenlebens täglich neu aushandeln sollen. Wenig überraschend spielen Rasse, Religion und Herkunftskultur bei Personen, die Willens und in der Lage waren, sich zu assimilieren, keine Rolle mehr, denn sie erlangen durch ihr Bekenntnis Volkszugehörigkeit.

Zu relativieren ist, daß "wir" sie geholt hätten. Die damalige Unterwanderung war noch eine Angelegenheit von Westdeutschland, das den Siegermächten gehorchte und dessen Industrie gern billige Fremdarbeiter wollte. Auf das Konto der ostdeutsch sozialisierten Machthaberin gehen nun neue Fachkräfte, die in weiteren 30 oder 50 Jahren genauso gut integrierte Nachkommen hervorgebracht haben werden, welche dann ebenfalls alle deutsche Staatsbürger sein werden und die Fünfte Kolonne noch viel finstererer Usurpatoren hier in unserem nimmermehr wiederzuerkennenden Land. Es werden sich über die kommenden Jahrzehnte neue Mehrheiten formieren, aber je nach Tiefe des Falls in die Dekadenz eines absterbenden Nationalvolkes reichen auch antizipierte eigene Inferiorität und gefühlte Virilität dominierender Fremdvölker zur willigen Unterwerfung aus.

In Köln soll die Bürgermeisterin, die zu anderem Anlaß einmal Armeslänge empfahl, wieder klare Worte gefunden haben. Sie klagt über mangelnden Respekt für sie, ihr Amt, die Kölner allgemein. Von weiteren klaren Worten ist nichts überliefert. Der Sieger respektiert aber niemanden und nichts außer seinem Clan, seinem Stamm und seiner Religion. Man darf schon einmal üben, den Arm zum Rabia-Gruß hochzureißen, das wird noch gebraucht werden, denn der Islamismus gehört zu Deutschland.

Freilich: Fernab von allen Brennpunkten wie Berlin, Köln, Frankfurt, Chemnitz müssen wir in den Tiefen unserer mecklenburgischen Provinz eigentlich keine Notiz von solchen Geschehnissen nehmen. Hier ist was viele Städter neuerdings gern als zu unserem Land gehörend sehen wollen schlichtweg nicht existent. Die Leute sprechen deutsch und denken gesund. Das Land ist hier noch unser, im nahe gelegenen Garnisonsort ist das nicht anders, und die Residenzstadt ist fern.

Und dreißig Jahre sind ohnehin unsere anzunehmende Restlaufzeit, was dann kommt, geht uns selbst nichts mehr an. Uns will scheinen, es gab nie ein komfortableres Leben auf Erden als dieses gerade hier und heute. Wir tanzen auf dem Vulkan. So viel wird morgen anders sein.

 


Die Identitäre Bewegung verliert ihre Kampagnenfähigkeit

Von Thomas Bez am 04.08.2018 mit einem Kommentar

Eine Zeitlang haben wir die Identitäre Bewegung <https://www.identitaere-bewegung.de> durch unsere Fördermitgliedschaft unterstützt.

Wir glauben nach wie vor an die Identitäre Bewegung und ihre Ziele und halten ihre Methode des gewaltfreien Kampfes für eines der besten Konzepte, die von der Neuen Rechten ausgearbeitet wurden. Wir halten ihre Vorgehensweise nach wie vor für hervorragend geeignet, die politischen Treueverhältnisse unter den Völkern der mittel- und westeuropäischen Länder zu einem neuen Gleichgewicht zu verschieben. Die Aktion Defend Europe hat uns sehr beeindruckt, war außerordentlich professionell gemacht und sie hat dem Widerstand gegen die durch den Kulturfeind in unserem Innern forcierte Einwanderung den richtigen Spin gegeben.


By Quelle: Reutersdpa/jm, CC BY-SA 4.0
https://www.welt.de/politik/deutschland/article157876725/
Identitaere-Bewegung-klettert-auf-das-Brandenburger-Tor.html
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=74314258

Wir sind aber nicht sicher, ob die Identitären selbst noch an sich glauben. Sehr zu bedauern ist, daß die Kräfte der Bewegung durch die Gegenoffensive der Staatsapparate und ihrer willigen Helfer in der Wirtschaft in den letzten Monaten gebunden waren. Das Scharmützel gegen die Willkür der sogenannten freien Wirtschaft, das Vorführen Englands als Hort der Unfreiheit und der Zwischensieg gegen die österreichische Justiz, zum Beispiel, haben gewiß viel Kraft und Mittel gekostet, entwickeln aber nicht die Bildmächtigkeit, die nötig ist, um die Masse des Volkes zu erreichen.

Uns selbst ist das Elitäre der IB sympathisch, aber für das Volk sind die Aktivitäten, die Defend Europe nachfolgten, zu wenig "Straße". Es würdigt den, der Handlungsmacht demonstriert (wie auf dem Brandenburger Tor oder dem Mittelmeer), nicht den, der nur recht hat (wie in englischer Abschiebehaft). Das ist die Grenze, die der Metapolitik, wie wir sie seit 70 Jahren oder so betreiben oder betrieben sehen, leider gesetzt ist. Geredet und geschrieben wird schon genug. Die Bedeutung der Identitären Bewegung steht und fällt mit ihrer Kampagnenfähigkeit.

Wir wollen nicht undankbar sein. Daß das Geschäftsmodell der ganzen Privatorganisationen, die auf dem Mittelmeer jahrelang Schleusertätigkeiten verrichtet haben, jetzt zusammengebrochen ist, verdanken wir primär einer Hoffnung machenden neuen Regierung in Italien. Zu einem guten Teil aber eben auch den Identitären, die einen Bewußtseinswandel innerhalb der Völker befeuert haben. Defend Europe war eine geschichtliche Leistung. Wir beklagen die Marginalisierung der Identitären Bewegung.

 

Kommentar von Thomas Bez am 26.10.2018 07:03:

Ein neuerer Artikel Martin Sellners hier auf Sezession <https://sezession.de/59527/wir-koennen-der-welt-nichts-geben-wenn-wir-nichts-haben> läßt uns Resignation fühlen, die wir ihm nicht verdenken können. Und dennoch finden wir es jammerschade, wenn der intellektuelle Teil des Kaders sich jetzt in die Metapolitik zurückzieht, welche gewiß auch verdienstvoll ist, aber über Jahrzehnte und Aberjahrzehnte nichts bewegt hat als andere Intellektuelle.

Freilich, mehr tun wir auch nicht. Ziehen uns auf unsere "Rote Schanze" zurück, malen uns ein W auf die Mauer oder ins Weblog und bilden uns ein, wir pflegten etwas monastischen Geist. Wissend, daß das, was wir da tun oder unterlassen, viel zu wenig ist.

 


Deutschland ab vom Wege

Von Thomas Bez am 18.05.2018

Wir lesen gerade "Deutschland ab vom Wege" von Henning Sußebach, der mit 44 Jahren feststellt, daß es eine Welt außerhalb Hamburgs gibt und loszieht, sie zu erkunden. Sußebach ist ein netter Mensch, Wir sagen das ohne jegliche Ironie. Wir nehmen ihm alles ab, seine Naivität, seine Ehrlichkeit, seinen Willen zur Wahrheit und zum guten Tun. Nichts liegt ihm ferner als Faschismus <http://www.tedesca.net/Dogville-revisited>, auch jegliches Verständnis dafür. Und dieses Unverständnis zu empfinden hat er reichlich Gelegenheit bei seinen Wegen über das Land. Aber wahrheitsverpflichtet, wie er ist, erkennt er, daß in den Tiefen der Provinz andere Gesetze wirken als in der Stadt. Daß das, was in der Stadt gehebelt wird, unvorhergesehene Verheerungen bei den Aliens da draußen hervorrufen kann.


Wahl USA 2016: Bundesstaaten (Quelle: Fox News)

Wahl USA 2016: Landkreise (Quelle: Fox News)

Wir illustrieren das mit der Auswertung der Ergebnisse der Wahl 2016 in Amerika, die nichts mit Sußebach zu tun hat. So wird jedenfalls der Deutsche meinen, der hier in urbanen Siedlungsgebieten lebt, die mit den blauen auf der Karte korrespondieren. Jenen, die draußen in Flyover-Country leben, kann das Wissen, inmitten eines Hortes des Konservativen zu sein, hingegen Beruhigung, das Gefühl der Sicherheit, Frieden bescheren.


Urbanität in Deutschland 2016
(Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
verfremdet)

Kommen wir zurück auf Deutschland und schauen wir, wo bei uns Flyover-Country ist, wo es sich leben läßt. Wir überlassen dem Leser zu spekulieren, welches Kriterium für die Messung der Urbanität wir hier gewählt haben.

 


 

 

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